Polemiken |
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| Ein Drittes Treffen in Telchte | ||
| Von Alban Stoffel von Gelnhausen | ||
| Die Mägde fehlten. Als ich Burkhard Gryphius, der von
Münster kam, auf seiner Vespa die Emsfurt überspringen sah, drückte
mir das frauenlose Dasein bereits den Daumen in die Seele. Immerhin trieben
nur noch selten Leichen Richtung Wehr. Die Toten nämlich, deretwegen
Hermann Dach uns Schreiber zu Rat und Dichtung hergerufen, waren, wie nahezu
einvernehmlich zu hören, eher mediales Ereignis als daß sie die
90 Fischarten, die unterdessen das Flüßchen wieder beleben, hätten
nähren können... |
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| Das Poetenkapital, Band 1 | ||
| (3. Kapitel: Die Äquivalenzform, nämlich der Pop) | ||
| Poppen ist ein Neuwort für vögeln, dem US-Amerikanischen entlehnt, das „knallen“ damit meint. Im Deutschen knallt die Literatur. Was ganz sinnfällig ist, nachdem sich unser Geschlechtsakt pop(p)ularisierend den Vereinigten Verbalen Staaten so angedienert hat –schließlich läuft Sexualität den Künsten immer voraus. Tatsächlich hat sich Literatur seit Anfang der Achtziger allzeit bereitet, nicht Wende und Zeit zu verpassen, und kungelt unterdessen in MTV oder grast bei RTL in den Mächtchen herum, die eigens für sie abgezäunt wurden...
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| Tätervolk. Zum Unwort des Jahres 2004 | ||
| Handeln und Fehlgreifen in der Wahl der Mittel seien, heißt es in der Heeresdienstvorschrift 200 des Preußischen Militärs, besser als jegliches Unterlassen. Das mag sich die Jury der Frankfurter Goethe-Universität zu Herzen genommen haben, als sie zur Optimierung ihrer Sprachangebote das Wort „Tätervolk“ auf den Index des Unaussprechlichen setzten. Denn insofern „unschön“ nicht etwa „halbschön“ oder „kaum schön“, sondern eben „häßlich“ bedeutet, muß man unter einem „Unwort“ etwas verstehen, was kein Wort ist und also als Unbegriffliches auch keinen Inhalt transportiert...
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siehe auch fackel-online.de |
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