Reisen |
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| Auf die Burg! | ||
| Wie war das denn? Gab es nicht einen Sängerkrieg, der
Turnier war, und war Keimzelle vieler späterer Dichtung bis in die
Neuzeit? Ganz woanders, ja sicher – aber kommt es drauf an? Und ist
nicht das Aufeinandertreffen verschiedenster Dichter, zumal verschiedenster
Kulturen nicht wirklich ein Ereignis, um das sich die verführerische
Kraft des Meistersangs ganz von selber herumlegt? ... |
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| Durch Madonie und Nebroden zum Ätna | ||
| Von Palermo aus bin ich auf den Piano Battaglia gefahren, der höchstgelegenen Ebene in dem schroffsteilen Madonie-Gebirge. Wie so oft auf Sizilien hatte ich Glück: Nachdem ich den Zug in Campofelice verlassen hatte, las mich an der noch aufgehitzten und von Agaven und Feigenkakteen gesäumten Landstraße ein junger Mann auf. Er heiße Peppino, so stellt er sich vor, und sei bei der Verwaltung des Naturparks beschäftigt. Während der kaum 25 km Fahrt hinauf haben wir dann nahezu sämtliche Vegetationsformen passiert, die sich bis zur Baumgrenze finden lassen. „Warst du schon mal hier?“ „Vor ein paar Jahren, ja.“ „Du brauchst eine Karte.“ Niemand, der Sizilien nicht kennt, erwartet eine solche Landschaft hier... |
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| Die Grotte des Heiligen Benedikts | ||
| Eine kleine Reise in die Wälder und Träume des Christentums. | ||
| Wem der Trubel und die stehende, steinerne Hitze Roms sowie
das hochartistische Können der jugendlichen Taschendiebe zuviel werden
- denen, erzählte mir einst mein Sprachlehrer, auch ein Römer,
der er auf sich halte, zum Opfer fallen müsse -, oder wer sich einfach
nur besinnen möchte, der reist wie zu klassischen Zeiten in die Berge,
aus denen die Ewige Stadt noch heute ihr Wasser bezieht: Entweder in die
colli Albani oder die Sabiner Berge, nach Tivoli und Palestrina... |
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| Das war Berlin. | ||
| Ein Stücke-Fragment | ||
| Berlin hat sich verändert. Schauen Sie nur nach rechts,
nach links: Sehen Sie? Der ständige Wechsel von Straßennamen,
die zahllosen Um- und Neubauten - ganze Viertel sind niederplaniert worden
in den vergangenen Jahren - haben aus unserer einst in ihr Selbstmitleid
hineingeschmorten Stadt die modernste, weil flüchtigste Metropole Europas
gemacht: Wir nennen unser Zentrum nicht City oder centro storico oder Altstadt,
sondern schlicht und zugleich stolz Bannmeile, meine Damen und Herren. Trotzdem
sind wir fast so synthetisch wie Frankfurt am Main... |
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